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The Wind Rose

The Wind Rose

Arianna Savall
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Arianna Savall, Petter U. Johansen & Hirundo Maris: Lieder vom Meer, den Ozeanen und den vier Winden ...

Das dritte Album von Arianna Savall, Petter Udland Johansen & Hirundo Maris auf Carpe Diem Records ist eine musikalische Reise entlang der Küsten und Ozeane, eine Ode an die Seefahrer und Reisenden der Antike und der Moderne, an ihr Leben, ihre Hoffnungen und Träume. Die Windrose weist in alle Himmelsrichtungen und umfasst in ihrer Bewegung alle unterschiedlichen Kulturen und Orte der Erde. Gleichzeitig kann sie ein Symbol für die inneren Reisen der menschlichen Seele sein, die im Laufe des Lebens in die unterschiedlichsten Richtungen und Orte zielen kann. In diesem Sinne verbinden die Lieder dieses Albums innere und äußere Reisen durch Musik und Poesie, so wie Länder und Menschen durch Ozeane, Strömungen und Winde miteinander verbunden sind.

Die Musiker

Arianna Savall - Sopran, barocke Tripelharfe, romanische Harfe
Petter Udland Johansen - Tenor, Hardingfele, Barockvioline, Mandoline
Michal Nagy - Gitarre
Sveinung Lilleheier - Gitarre, Dobro
Miquel Angel Cordero - Colascione, Kontrabass
David Mayoral - Zarb, Bodhran, Tof, Tamburine, Besen, Ocean Drum, gotische Glocken, Cajón

Musikvideo

Arianna Savall & Hirundo Maris spielen"Scarborough Fair" live im Konzert: 

Erschienen am:

Katalognummer: CD-16314

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tracklist

Tracklist von "The Wind Rose"

01. Sea Fever T. : John Masefield, M. : Petter U. Johansen 4:15
02. Lamento de Chinita T. : Rafael Alberti, M. : Arianna Savall 3:54
03. Oh, Shenandoah M.+T. : Trad. American, arr: Petter U. Johansen 4:21
04. Carolan’s Suite M. : Turlough O’Carolan, arr. : Woods / Savall 8:34
05. Scarborough Fair M.+T. : Trad. English, arr. : Savall / Hell / Johansen 6:33
06. Yo soy la locura M.+T. : Henri du Bailly, arr. : Savall / Johansen 4:24
07. Fisher’s Hornpipe M. : Trad. Irish, arr. : Savall / Johansen 5:16
08. Sailor Boy M.+T. : Trad. Appalachian, arr. : Britten / Johansen 2:28
09. House Carpenter M.+T. : Trad. Scottish, arr. : Savall / Johansen 6:58
10. Ave Maris Stella T. : Latin Hymn (9th Century), M.: Savall 5:17
11. Adío querida T. : Levy / Levy / Eran M. : Sephardic, arr. : Johansen 5:57
12. Tha mi sgìth M.+T. : Trad. Scottish-Gaelic, arr. : Arianna Savall 7:08
13. Cançó de bressol de la mar T. : Tomàs Gracés, M. : Arianna Savall 5:05
14. Sidste Reis T. : Henrik Wergeland, M. : Petter U. Johansen 4:17

Total time 74:33

Booklet-Text

Die Windrose

Die Windrose, die man auf alten Ozeankarten findet, hat immer etwas Magisches und Geheimnisvolles an sich. Fast ist es, als würde sie sagen: „Kommt mit mir, und ich werde euch alle Wunder dieser Welt zeigen!“

Als kleines Mädchen oder kleiner Bub steht man da, betrachtet sie, und wird erfüllt von Neugier, Träumen und Abenteuerlust. Das Einzige was man will, ist, den erstbesten großen Schoner zu besteigen und alle sieben Meere zu besegeln. Segeln steht auch für große Freiheit, für das Eins werden mit den Elementen. Segeln ist auch wie Musik: Manchmal kommt man nicht vorwärts, steht still am selben Ort, dann wieder greift der Wind fest ins Segeltuch, und wie ein Lied das sich mit Leichtigkeit singen lässt, fließt das Schiff mühelos durch wildes Wasser, und wir brauchen uns nur noch mittreiben lassen. Dann, in der klaren Nacht, werden die Sterne sichtbar und schauen zu uns herunter. Mit ihren klaren kalten Licht haben sie unzähligen Generationen von Seefahrern den Weg zum sicheren Hafen gezeigt, und zu den Menschen die auf sie warteten, um sie endlich wieder in den Armen halten zu können. Sterne spenden großen Trost in einsamen Momenten und erfüllen uns mit Heimweh nach dem Weltall, aus dem wir einst gekommen sind.

Bei Hirundo Maris bewegt sich die Windrose in alle vier Himmelsrichtungen, die sie anzeigt. Die vier Hauptrichtungen Norden, Süden, Osten und Westen sind für uns auch symbolisch für die musikalischen Hauptrichtungen der Musik von Hirundo Maris: Die Alte Musik, die Traditionelle Musik, eigene Kompositionen und Improvisationen. Diese vier Quellen unserer Inspiration verbinden Vergangenheit und Gegenwart wie in einer großen Umarmung. Die Musik und Poesie bringen uns nahe, wie die Menschen durch Zeit und Raum hindurch miteinander geliebt, geträumt, gelacht und geweint haben. Wenn sie gut gemacht ist, wird Musik zeitlos. Musik und Poesie bewegen sich über das Meer mit seinen Inseln und Fjorden, und doch ist es nicht nur eine Beschreibung der sichtbaren Welt, sondern auch innerer persönlicher Erfahrungen: Beschreibungen der Winde, die tief in uns, durch unser Leben, in viele verschiedene Richtungen wehen. Immer wieder suchen wir einen sicheren Hafen, wo wir uns geliebt und geborgen fühlen, wo die wilden Stürme des Lebens uns nicht mit ihrer Unruhe und Nervosität aufstören. Die Windrose bringt Norden und Süden, Osten und Westen in Verbindung, ruft altes Liedergut ins Leben und erzählt Geschichten, die uns immer wieder begeistern und uns für eine Weile aus dem grauen Lebensalltag hinaus begleiten. Die große Fahrt kann beginnen und wir wünschen Euch allen eine gute Reise. Möge Aeolus mit seinen Winden mit uns sein. Let the anchor go!

Arianna Savall und Petter Udland Johansen, Bellaterra, 28.08.2017

Sea Fever

Text: John Masefield, Musik: Petter Udland Johansen
Petters Familie stammt von einer kleinen Insel in Südnorwegen, wo das Meer alles bedeutet hat: Es hat viel gegeben, aber auch Vieles mitgenommen hinab in seine Tiefe. Das Meer stand für Freiheit und den großen Traum vom Unbekannten, aber auch für den Ort, an dem man die ewige Ruhe würde finden. Das Leben ist offen und unvorhersehbar wie das Meer.

Lamento de Chinita (Marinero en tierra)
Text: Rafael Alberti (1902-1999), Musik: Arianna Savall
In diesem Gedicht von Alberti ist viel von seiner Essenz spürbar. Die Liebe zum Meer, aber auch der Respekt vor demselben, das uns geliebte Menschen nehmen kann. Ich habe es als ein Lamento gespürt, wie ein Gebet zum Erzengel Raphael, dem Beschützer der Pilger und Heiler unserer Schmerzen. Ich benutze nur eine kleine romanische Harfe und meine Stimme, um der Intensität dieses emotionalen Gedichts gerecht zu werden.


Oh Shenandoah
Trad. Amerikanisch, Arr.: Petter Udland Johansen
Nichts hilft besser als Singen, wenn man hart arbeiten muss! Die Menschen die am Fluss, am Meer, an der Eisenbahn oder im Straßenbau arbeiteten, waren mit ihren Gesängen Inspiration für viele Volkssänger. Heute singen Männerchöre viele der alten Shantys vierstimmig in Konzerten. “Ship O’ hoi”!

Carolan’s Suite
Turlough O’Carolan (1670-1738), Arr.: Sylvia Woods / Arianna Savall
Diese Suite besteht aus drei Stücken, zwei aus der Feder des genialen Harfenisten O’Carolan, „Carolan’s Welcome“ und „Fanny Power“, und einer englischen Jigg „The Brig“ (ein Segelschiff). O’Carolan’s Musik hat mich immer schon sehr berührt, und ich hatte Lust auf das Experiment, seine Stücke mit der Tripelharfe zu spielen. Er selber spielte zwar eine diatonische Harfe mit Metallseiten in der Art einer Clàrsach-Harfe, doch die barocke Tripelharfe kam schon zu seiner Zeit aus Italien nach England und war dort bald sehr beliebt. Die Musik von O’Carolan ist eine ganz besondere Mischung aus italienischer Barockmusik, die er sehr liebte, und seinen irischen Wurzeln: eine magische Fusion zwischen seiner Zeit und der Volksmusik seiner Heimaterde.

Scarborough Fair
Trad. Englisch, Arr.: Arianna Savall/Michael Hell/Petter Udland Johansen
Der Refrain „Parsley, sage, rosemary and thyme“ ergibt für einen Hörer der heutigen Zeit zunächst keinen Sinn, hat jedoch symbolische Bedeutung: Petersilie wurde früher als Verdauungsmittel gegessen und sollte gleichzeitig die Bitterkeit in der Nahrung entfernen. Salbei galt schon lange als ein Symbol für Kraft. Rosmarin stellt Treue, Liebe und Erinnerung dar. Heute gibt es in England bei vielen Frauen immer noch den Brauch, Rosmarinzweige in den Haaren zu tragen. Thymian symbolisiert in erster Linie Mut. Zur Zeit, als das Lied geschrieben wurde, trugen Ritter oft Schilde mit einer aufgemalten Thymianpflanze, wenn sie in den Kampf gingen. Der Sänger dieses Liedes wünschte sich mit der Nennung dieser vier Pflanzen Milde, um die Bitterkeit in der Beziehung zu lindern, seelische Kraft für die Zeit, in der das einstige Paar voneinander getrennt ist, Treue, um zusammen zu bleiben, auch wenn beide gerade alleine sind; und auch Ermutigung, damit beide die „unmöglichen Dinge“ tun und wieder zusammenkommen können, sobald dies möglich ist. (Quelle: Wikipedia)

Yo soy la locura
Henri du Bailly (1587?-1637) Arr.: Arianna Savall / Petter Udland Johansen
Dieses Lied in Form einer Pasacalle, La Folia, aus dem Buch „Airs de cour mis en tablature de Luth“ ist eins der schönsten Lieder dieses Komponisten. Du Bailly war ein begabter Sänger, Komponist und Lautenist. Seine Stimme war sehr beliebt, besonders am Hof von Louis XIII.
Meine Mutter war die erste Sängerin im 20. Jahrhundert, die dieses Lied mit einer unglaublichen Schönheit und Poesie wieder zum Leben erweckt hat. Ich habe sie viele Male dabei begleitet, zusammen mit meinem Vater und Bruder, und sie sagte immer wieder, dass sie sich mit der Figur der „La Folia“, der Torheit, sehr gut identifizieren konnte. Als Künstlerin und Mutter war sie stets beschäftigt, eine gute Balance zu finden, hatte aber oft das Gefühl verrückt zu werden: nicht umsonst! Dieses Lied widme ich meiner geliebten und fantastischen Mutter.

Fisher’s Hornpipe
Trad. Irisch, Arr.: Arianna Savall / Petter Udland Johansen
Die erste “Jamsession” in einer irischen Kneipe vergisst man nie! Der Geruch von Tabak und Bier, und Musiker, die mit geschlossenen Augen, wie in Trance, ihr Bestes geben, ist ein tiefes spirituelles Erlebnis.

Sailor Boy
Trad. Appalachian, Arr.: Benjamin Britten / Petter Udland Johansen
Die ursprüngliche Kraft der traditionellen Musik wurde immer wieder von klassischen Komponisten aufgenommen und bewundert. Es wäre fantastisch, wenn es auch mal umgekehrt wäre, und die Musiker aus der Volksmusik sich trauen würden, klassische Musik von ihrem eigenen musikalischen Standort zu spielen und zu singen.

House Carpenter
Trad. Schottisch, Arr.: Arianna Savall / Petter Udland Johansen
Wenn Menschen die man liebt und denen man nahe steht, auf See sterben und man sie nicht mehr finden kann, hört man wohl nie ganz auf zu hoffen, dass sie irgendwann doch noch zurückkehren werden. Hoffentlich nicht als der Teufel, wie hier in diesem Lied.

Ave maris stella
Lateinischer Hymnus (9. Jahrhundert), Musik: Arianna Savall
Diesen wunderschönen Text habe ich zum ersten Mal in der Marienvesper von Claudio Monteverdi gesungen, und war völlig bezaubert davon. Er ist wie eine Invokation an die feminine Figur Maria, die die Seefahrer schützt und gesund nach Hause bringt. Sie repräsentiert den Stern des Meeres, leitet uns durch die dunkle Nacht auf See und durch wilde Stürme, und ist uns Hoffnung und Lichtstrahl in schweren Zeiten.

Adio Querida
Text: Isaac Levy / Oshik Levy / Roni Eran Trad. Sephardisch, Arr.: Petter Udland Johansen
Diese wunderschöne Melodie, die lange im Ohr bleibt, ist so voller Liebeskummer, dass das Herz des Sängers völlig überflutet wird von Schmerz. Aber da ist auch ein Gefühl, dass dieser Zustand nicht allzu lange andauern wird, dass sich neue Türen der Liebe öffnen werden und der Schmerz in Vergessenheit gerät. Es bleibt alles offen.

Tha mi sgìth / A trip to Sligo
Musik: Traditionell schottisch-gaelisch von den Hebriden / Trad. Irisch, Arr.: Arianna Savall
Dieses Liebeslied der Fee habe ich vor vielen Jahren in dem Buch „Europäische Liebeslieder aus acht Jahrhunderten“ von Cesar Bresgen gefunden, das uns auch für die CD „Il viaggio d’Amore“ inspiriert hat, und war ganz begeistert von dieser bezaubernden Melodie. Den gesungenen Teil wollte ich ganz langsam arrangieren, wie ein Lamento. Die Fee wartet und wartet auf ihren Geliebten, der die Geige spielt, und ganz am Ende kommt er doch noch, und dann tanzen sie den Feentanz die ganze Nacht hindurch bis zur Morgenröte.

Cançó de bressol de la mar
Text: Tomàs Gracés (1901-1993), Musik: Arianna Savall
Dieses wunderschöne Gedicht in Form eines Wiegenliedes kommt von dem Buch “Vint Cançons”, zwanzig Lieder, inspiriert vom Heimatdorf des Dichters am Meer, Port de la Selva in Nordkatalonien. Seine Poesie hat mich immer fasziniert. Das Träumerische nimmt eine ganz metaphorische und gleichzeitig einfache Form an, fast wie volkstümliche Poesie. Für ihn entspringt die Poesie der reinen Quelle der Träume. In diesem Wiegenlied können wir das tiefe ruhige Meer sehen und spüren, die klaren Sterne, die Delphine, die Sirenen, die sich zwischen Algen verstecken: ein Paradies, versunken im Meer...

Sidste Reis
Text: Henrik Wergeland, Musik: Petter Udland Johansen
Wir alle wissen, dass wir irgendwann sterben müssen. Gut, wenn man sich so schön auf den nahenden Tod vorbereiten kann wie in diesem Lied, wo nichts ungesagt bleibt und das Ende als Erlöser und Wegweiser ins Paradies kommt. An meinen geliebten Vater Åsmund Johansen.

Informationen zur Aufnahme

Recorded May 2017

Location: Château de Flawinne, Namur, Belgium
Balance engineer & recording producer: Jonas Niederstadt
Corporate Design: Tim+Tim, timandtim.com
Cover photography: Bene Brandhofer and Leif Marcus
Booklet photography: Jonas Niederstadt
English translation of liner notes: Jonas Niederstadt

© 2017 Carpe Diem Records

Presse / Rezensionen

Olyrix

The Wind Rose: Ariana Savall & Petter Johansens sanftes Abenteuer über die vier Ecken des Meeres

„Arianna Savall und Petter Udland Johansen laden Sie zusammen mit ihrem Ensemble Hirundo Maris zu einem bezaubernden Abenteuer an Bord ihres musikalischen Schiffes ein. Getragen vom Wind vermitteln sie die Freuden der Begegnungen, Tänze, Nostalgie nach der Heimat und vor allem die Freuden und Leiden der Liebe.

Bereits auf ihrer vorherigen Aufnahme Il viaggio d'amore luden Arianna Savall und Petter Udland Johansen die Zuhörer zu einer Reise ein, von der Musik der Länder rund um die Nordsee, aus denen der norwegische Sänger stammt, bis zu den Liedern des Mittelmeers, der Wiege der katalanischen Sopranistin. Für dieses Paar und ihr Ensemble Hirundo Maris – „die Seeschwalbe“ – bleibt das Meer eine unerschöpfliche Quelle der Inspiration. Geleitet von der Windrose führt ihr neues Album das Publikum an die vier Ecken des Meeres und folgt dabei ihren musikalischen Begegnungen: traditionelle Lieder aus den Vereinigten Staaten und Katalonien, alte Musik aus dem 9. Jahrhundert sowie Kreationen und Improvisationen, die von dieser fabelhaften Reise inspiriert sind.

Trotz all dieser Unterschiede in Ort und Zeit fühlt sich der Zuhörer sanft in dasselbe Universum entführt, voller Gelassenheit und Frieden. Die Wellen, die sie tragen, sind beruhigend, ja sogar beruhigend.

Obwohl das Meer manchmal dunkel ist, ist es niemals brutal. Selbst der Verlust geliebter Menschen, verschluckt von den schrecklichen Wassern, die die Launen des Lebens sein können, ist gleichbedeutend mit Ruhe. Arianna Savall kann nicht umhin, Yo soy la locura (Ich bin der Wahnsinn) ihrer Mutter, der Sängerin Montserrat Figueras, die 2011 verstorben ist, und Petter U. Johansen Sidste Reis (Letzte Reise) ihrem Vater zu widmen. Das schöne und nostalgische schottische Lied House Carpenter ist auch ein Moment, in dem jeder an seine verstorbenen Lieben denken kann.

Für diejenigen, die mit dem Meer aufgewachsen sind, ist es ebenso großzügig wie launisch. Es weckt Staunen, Neugier und Angst. Das Album beginnt mit dem Klang von David Mayoral's Wave Brushes (spezielle Sticks, die von Perkussionisten verwendet werden), die über die Haut eines seiner Instrumente streichen. Mit seiner sanften Stimme, die frei von Lyrik, aber voller Natürlichkeit und Aufrichtigkeit ist, singt Petter U. Johansen zunächst Sea Fever mit seinen sanften Country-Klängen, bevor Arianna Savall allein Lamento de Chinita vorträgt und sich dabei nur auf der römischen Harfe begleitet, was die Rezitation ihres katalanischen Gedichts umso intensiver macht.

Die Liebe ist unvermeidlich Teil der Reise: Nach einigen sanften Tanzvariationen in Carolans Suite lassen die Instrumentalisten Petter Johansens Hardingfele – eine traditionelle norwegische Geige – und Arianna Savalls dreisaitige Barockharfe miteinander dialogisieren, bevor sie schließlich ihre Stimmen in „Scarborough Fair”, einem traditionellen englischen Lied, vereinen. Trotz der Wunden, die Leidenschaften verursachen können, gesungen mit genau der richtigen Phrasierung in Adio Querida (Auf Wiedersehen, meine Liebe), sind die beiden Liebenden wieder vereint und tanzen fröhlich zum traditionellen schottischen Tha mi sgith (Es tut mir leid). Volkstänze sind eine wunderbare Gelegenheit für alle, ihre Freude und ihr Talent für Improvisation zu teilen, insbesondere Fosher's Hornpipe, ein traditioneller irischer Tanz, bei dem wir das jazzige Solo des Kontrabassisten Miguel Ángel Cordero oder die rasende Bodhran (traditionelles irisches Schlaginstrument) von David Mayoral genießen können.

Über Begegnungen hinaus können lange Überfahrten auch wunderbare Gelegenheiten sein, um zu sich selbst zu finden und zu träumen, und für Arianna, um ihr Canço de bressol de la mar (Lied der Meereswiege) zu singen. Dann beginnen alle, über ihr Land zu singen, wie die amerikanischen Seeleute mit Oh, Shenandoah, die sich an ihr Missouri erinnern, wobei Petter Johansen nicht zögert, Technologie einzusetzen, um einen Männerchor zu schaffen, der manchmal a cappella singt. Einsamkeit ist auch die schlichte Bewunderung des Meeres und der Sterne, die uns leiten und die nirgendwo sonst so schön zu sehen sind, wobei Hirundo Maris ein bezauberndes Ave Maris Stella (Sei gegrüßt, Stern des Meeres) aufführt."

Emmanuel Deroeux, Olyrix.com