La Lanterna Magica
La Lanterna Magica
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Erschienen am:
Katalognummer: CD-16297
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tracklist
Tracklist von "La Lanterna Magica"
Sonata 3
1. Introduzione Prestissimo 00:53
2. Larghetto Cantabile 04:24
Sonata 2
3. Adagio Cantabile 02:57
4. Rondoncino Andatino Tempo di polacca 04:18
5. Minuetto simigliato alla gentilissima sig.a Emiglia Denegro 01:28
Sonata 15
6. Introduzione Maestoso 00:56
7. Tema Con Variazioni, Andante moderato 05:06
8. Rondó Allegretto 06:24
9. Sonata n. 35 per la chitarra francese 01:48
Sonata 5
10. Allegro Assai 04:47
11. Andantino Vivace, Tema con variazioni 04:17
12. Sonatina per la chitarra francese di Niccolo Paganini 05:41
Sonata 6
13. Larghetto Cantabile 03:52
14. Rondo Allegro Assai 05:48
15. Minuetto che va chiamando Dida per chitarra francese 02:33
Sonata 17
16. Introduzione Andante Corrente 00:32
17. Andante Cantabile 02:38
18. Rondo Allegro Vivo 05:21
19. Cantabile Op. 17 05:03
total time 68:53
All titles except 19. from “Centone di Sonate per Violino e Chitarra”
Booklet-Text
Informationen zur Aufnahme
Presse / Rezensionen
Diese wunderbare Einspielung von (zu) wenig gehörten Kammermusikwerken des Geigenvirtuosen Niccolo Paganini kann ich als Augen- und Ohrenöffnenden Schmaus wärmstens empfehlen! Ohrenöffnend für mich deshalb, da die zwei fantastischen Musiker Keiko Yamaguchi und Rosario Conte es fertig bringen, einen Aufführungsstil von äußerst sensibler Phrasierung, einer klaren - tiefen! - Stimmung, sehr spärlichem Vibrato und überhaupt einer Spielart, die wir heutzutage mit anderer, zeitgenössischer Musik von Paganini, also etwa Schubert oder Spohr, assoziieren, zu erklingen zu lassen. Dies allein ist eine wahre Kunst, und die zwei Musiker dürften durchaus als Pioniere, oder mindestens Co-Pioniere gelten, indem sie Paganinis Musik endlich in ihrem korrekten historischen Licht scheinen lassen und nicht etwa schon wieder, wie bis anhin meistens der Fall war, als Vehikel für manchmal gar protziges, eher spätromantisches (oder Zwanzigstes-Jahrhundert-) "war horse"-Geigenvirtuosentum missbrauchen. Trotz all der neuentdeckten und meisterhaft dargestellten Leichtigkeit in diesen sensiblen und galanten Sonaten kommen auch diejenigen Zuhörer auf ihre Rechnung, die bei Paganini nach Feuerwerk und kompositorischen sowie spieltechnischen Einfällen suchen. Keiko Yamaguchi zeigt mit Geige, und mindestens noch einmal so gut mit ihrem Bogen, was für eine hervorragende und zutiefst grundehrliche Künstlerin sie ist, sowohl in den vielen zartschmelzenden Belcanto-Kantilenen als auch in den technisch anspruchsvollen Momenten. Beides spielt sie mit grossem Engagement und dazu noch mit künstlerischem Einfallsreichtum! Und immer hervorragend einfühlsam begleitet von Rosario Conte, der seiner Gitarre nur die schönsten und elegantesten Klänge entlockt und auch ein paar wunderbar interpretierte Solo-Stücke hier und da zwischen den Geigensonaten zum Besten gibt.
Wie hat's wohl geklungen, als Paganini diese Stücke selber gespielt hat? Kaum jemand hat es dazumal überhaupt gehört, da die Stücke gemäss dem informativen Booklet "nur" für den Hausgebrauch bestimmt waren.Seit damals haben sich Geigenspiel und Instrumente weit entwickelt. Bei dieser Aufnahme jedoch werden "historische Instrumente" verwendet. Bei der Geige beispielsweise fehlt ein Kinnhalter, und es sind blanke Darmsaiten aufgezogen (s. Cover). Das bedingt eine andere Spieltechnik und bewirkt einen andern Klang - so wie wir es von spezialisierten Ensembles für Barock/Klassik bereits kennen.An diesen viel direkteren, Nebengeräusch-reicheren Klang muss man sich zuerst gewöhnen, speziell wenn man "konventionelle" Einspielungen von Paganini-Konzerten und -Capricen mit poliert-romantischem Klangbild in den Ohren hat. Danach überzeugt jedoch die bewusste Schlichtheit und die klare Linienführung.Die CD ist eine Bereicherung für das Repertoire, wenn man sich auf das Abenteuer Originalklang einlässt.